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Ausgabe Hessen
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Vereinbarung Kunststofftüten

 

 

Die Zahl der Kunststofftüten in Europa soll deutlich reduziert werden. Der deutsche Handel unterstützt die Umsetzung einer entsprechenden EU-Richtlinie und engagiert sich für den Umweltschutz. Kunststofftüten sollen künftig nicht mehr unentgeltlich an Kunden abgegeben werden.
Zahlreiche Unternehmen haben sich bereits der freiwilligen Vereinbarung des Handelsverbandes und des Bundesumweltministeriums angeschlossen. Machen Sie mit! Schicken Sie uns hierfür bitte die Beitrittserklärung zur Vereinbarung mitsamt der Anlage ausgefüllt und unterschrieben per Post oder E-Mail zu.

Hintergrund

Die "Plastiktüten-Richtlinie" sieht für die Nationalstaaten beim Verbrauch von Kunststofftüten konkrete Einsparziele vor. Demnach dürfen auch in Deutschland ab 2020 max. noch 90 und ab 2026 max. nur noch 40 Plastiktüten je Einwohner und Jahr verbraucht werden. Zusätzlich oder alternativ können die Staaten spätestens ab 2019 eine kostenlose Abgabe komplett verbieten. Auf jeden Fall müssen die Mitgliedstaaten die Richtlinie aber bis spätestens November 2016 in nationales Recht umgesetzt haben. Das BMUB und die Koalitionsfraktionen haben klargestellt, die Richtlinie in Form einer gesetzlichen Bezahlpflicht umzusetzen, sollte eine gleichwertige freiwillige Initiative der betroffenen Branchen ausbleiben. Parallel fordern zahlreiche Anspruchsgruppen wie Umweltverbände eine Abgabenlösung nach irischem Vorbild.
Mit dem Ziel diese bereits im November 2016 drohende gesetzliche Bezahlpflicht abzuwenden, führte der Handelsverband deshalb Gespräche mit dem BMUB, wie eine freiwillige Vereinbarung über eine Bezahlpflicht eine gesetzliche Regelung ersetzen kann. Denn aus Sicht des Handels kann eine freiwillige Vereinbarung gegenüber einer gesetzlichen Regelung die unternehmerische Gestaltungsfreiheit nicht nur stärken, sondern auch positive Imagewirkungen für die Branche haben. Ganz abgesehen davon bleibt damit sichergestellt, dass die mit dem Verkauf verbundenen Einnahmen bei den Unternehmen bleiben.
Ausgewählte Initiativen: "Frankfurt trägt weniger Plastik"

In verschiedenen deutschen Städten wurde bereits Pilotprojekte gestartet, um den Verbrauch an Plastiktüten zu reduzieren. Dazu gehört der Berliner Stadtteil Spandau mit Aktionen rund um plastiktütenfreies Einkaufen am Spandauer Wochenmarkt, Pilotprojekte mit Einzelhandels-Betrieben aus Berlin und Koblenz, oder eine Plastiktüten-Umtausch-Aktion in Detmold.

Am 25. November 2015 fand auch in Frankfurt eine Dialogveranstaltung zum Thema "Frankfurt trägt weniger Plastik" statt. Fachreferenten aus Verbänden und Unternehmenspraxis diskutierten mit Teilnehmern aus dem Frankfurter Einzelhandel und Gewerbevereinen über Alternativen, Herausforderungen und Maßnahmen zur Reduktion von Plastiktüten im Einzelhandel. 

Die Veranstaltungsdokumentation können Sie hier einsehen.

 

Ansprechpartner

Silvio Zeizinger
Handelsverband hessen-Süd e.V.

 

T: 069 1330910
F: 069 13309199
E: zeizinger@einzelhandelsverband.de

 

Flughafenstraße 4a
60528 Frankfurt am Main

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